Wissen für die Praxis · Gesprächsführung
Nachfragen ohne Verhörgefühl: die Lerninhalte
Ein nachvollziehbarer Zweck macht Fragen zu einem gemeinsamen Klärungsprozess.
Nachfragen ohne Verhörgefühl
Du brauchst mehrere Angaben zur heutigen Arbeitsweise.
- Grundsatz
- Ein nachvollziehbarer Zweck macht Fragen zu einem gemeinsamen Klärungsprozess.
- Empfohlene Vorgehensweise
- Den Zweck der Fragen kurz erklären und an Antworten anknüpfen.
- Typischer Fehler
- Diese Alternative passt hier nicht: «Eine Checkliste ohne Einordnung ablesen». Ein nachvollziehbarer Zweck macht Fragen zu einem gemeinsamen Klärungsprozess.
Praxisübung: Begründe die empfohlene Entscheidung mit den Angaben aus der Situation. Welche Information ist für diese Entscheidung ausschlaggebend?
Eine veränderte Situation beurteilen
Du brauchst mehrere Angaben zur heutigen Arbeitsweise. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Die Kundin fragt, warum du etwas wissen musst.
- Den nächsten Schritt anpassen
- Den Bezug zur Empfehlung erklären.
- Die Entscheidung begründen
- Diese Antwort wäre hier nicht zutreffend: «Nur auf deinen Standardprozess verweisen». Ein nachvollziehbarer Zweck macht Fragen zu einem gemeinsamen Klärungsprozess.
Praxisübung: Erkläre, welche neue Information für die Entscheidung wichtig ist und wie du deinen nächsten Schritt begründest.
Den Grundsatz anwenden
Du brauchst mehrere Angaben zur heutigen Arbeitsweise. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Eine Frage ist für den Fall nicht relevant.
- Passende Entscheidung
- Sie weglassen.
- Fachliche Einordnung
- Ein nachvollziehbarer Zweck macht Fragen zu einem gemeinsamen Klärungsprozess.
Praxisübung: Wähle eine vergleichbare Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag. Notiere eine konkrete Handlung und das Ergebnis, das du damit erreichen möchtest.
In deinem Alltag anwenden
Übertrage die Übung auf ein Kundengespräch, in dem du zuletzt zu wenig über die Ausgangslage erfahren hast. Notiere, an welcher Stelle du bereits eine Lösung empfohlen hast. Welche Information hätte dir vorher noch geholfen? Übe eine offene Frage und eine kurze Zusammenfassung der Antwort. Lass dein Gegenüber bestätigen oder korrigieren, bevor du weitergehst. Gute Gesprächsführung zeigt sich daran, dass beide Seiten das Anliegen gleich verstehen. Prüfe am Ende, ob auch Verantwortung und nächster Schritt wirklich gemeinsam geklärt sind.
Arbeite mit einem anonymisierten Beispiel und schreibe deine Entscheidung auf, bevor du den Wissenstest startest. Begründe sie mit den Angaben aus der Situation. Vergleiche danach deine Überlegung mit der Erklärung im Quiz. Bei einer falschen Antwort lohnt sich die Frage, welche Information du übersehen oder zusätzlich angenommen hast. Wähle zum Schluss eine Handlung, die du im nächsten passenden Gespräch bewusst ausprobierst, und prüfe danach ihre Wirkung.
Jetzt das Gelernte im Quiz prüfen