Wissen für die Praxis · Sales-Grundlagen
Beschwerden sachlich und respektvoll besprechen: die Lerninhalte
Erst Verantwortung und Anliegen klären, dann die Lösung besprechen.
Beschwerden sachlich und respektvoll besprechen
Ein Kunde ärgert sich über eine versäumte Rückmeldung.
- Grundsatz
- Erst Verantwortung und Anliegen klären, dann die Lösung besprechen.
- Empfohlene Vorgehensweise
- Die versäumte Zusage anerkennen und das Anliegen klären.
- Typischer Fehler
- Diese Alternative passt hier nicht: «Mit der hohen Arbeitsbelastung beginnen». Erst Verantwortung und Anliegen klären, dann die Lösung besprechen.
Praxisübung: Begründe die empfohlene Entscheidung mit den Angaben aus der Situation. Welche Information ist für diese Entscheidung ausschlaggebend?
Eine veränderte Situation beurteilen
Ein Kunde ärgert sich über eine versäumte Rückmeldung. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Er wird trotz Entschuldigung weiter laut.
- Den nächsten Schritt anpassen
- Ruhig den nächsten konkreten Schritt anbieten.
- Die Entscheidung begründen
- Diese Antwort wäre hier nicht zutreffend: «Noch lauter erklären, warum es passiert ist». Erst Verantwortung und Anliegen klären, dann die Lösung besprechen.
Praxisübung: Erkläre, welche neue Information für die Entscheidung wichtig ist und wie du deinen nächsten Schritt begründest.
Den Grundsatz anwenden
Ein Kunde ärgert sich über eine versäumte Rückmeldung. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Er verlangt eine Zusage, die du nicht halten kannst.
- Passende Entscheidung
- Die Grenze erklären und eine verlässliche Alternative nennen.
- Fachliche Einordnung
- Erst Verantwortung und Anliegen klären, dann die Lösung besprechen.
- Zusätzlicher Entscheidungspunkt
- Bestehende Zusagen und tatsächliche Folgen bestimmen, welche Antwort jetzt hilfreich und verlässlich ist.
- Anwendung im Alltag
- Eine Entschuldigung ist unabhängig vom fertigen Lösungsweg möglich. Für den weiteren Kontakt braucht es eine klare Zusage.
Praxisübung: Wähle eine vergleichbare Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag. Notiere eine konkrete Handlung und das Ergebnis, das du damit erreichen möchtest.
In deinem Alltag anwenden
Prüfe dein Vorgehen an einer realen Zusage: Was weiss dein Gegenüber bereits, was ist bestätigt und was musst du noch abklären? Trenne diese drei Punkte in deinen Notizen. Im Verkauf entsteht Vertrauen, wenn Worte und Handlungen zusammenpassen. Eine klare Grenze kann dabei hilfreicher sein als ein vorschnelles Ja. Halte nach dem Gespräch fest, welche Zusage du bis wann einlösen wirst. Wenn sich die Ausgangslage ändert, informiere die betroffene Person frühzeitig und erkläre, welche Möglichkeiten jetzt bestehen.
Arbeite mit einem anonymisierten Beispiel und schreibe deine Entscheidung auf, bevor du den Wissenstest startest. Begründe sie mit den Angaben aus der Situation. Vergleiche danach deine Überlegung mit der Erklärung im Quiz. Bei einer falschen Antwort lohnt sich die Frage, welche Information du übersehen oder zusätzlich angenommen hast. Wähle zum Schluss eine Handlung, die du im nächsten passenden Gespräch bewusst ausprobierst, und prüfe danach ihre Wirkung.
Jetzt das Gelernte im Quiz prüfen