Wissen für die Praxis · Einwände & Verhandlung
Kostenargumente richtig einordnen: die Lerninhalte
Ein Kostenbestandteil ist nur ein Teil des Gesamtpreises und seiner Leistung.
Kostenargumente richtig einordnen
Ein Kunde sagt, Materialkosten seien gefallen und der Preis müsse sinken.
- Grundsatz
- Ein Kostenbestandteil ist nur ein Teil des Gesamtpreises und seiner Leistung.
- Empfohlene Vorgehensweise
- Den tatsächlichen Einfluss auf die gesamte Leistung prüfen.
- Typischer Fehler
- Diese Alternative passt hier nicht: «Den gesamten Preis um denselben Prozentsatz senken». Ein Kostenbestandteil ist nur ein Teil des Gesamtpreises und seiner Leistung.
Praxisübung: Begründe die empfohlene Entscheidung mit den Angaben aus der Situation. Welche Information ist für diese Entscheidung ausschlaggebend?
Eine veränderte Situation beurteilen
Ein Kunde sagt, Materialkosten seien gefallen und der Preis müsse sinken. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Das Material macht einen kleinen Anteil aus.
- Den nächsten Schritt anpassen
- Diesen Anteil im Zusammenhang betrachten.
- Die Entscheidung begründen
- Diese Antwort wäre hier nicht zutreffend: «Die gesamte Leistung wie reinen Materialeinkauf behandeln». Ein Kostenbestandteil ist nur ein Teil des Gesamtpreises und seiner Leistung.
Praxisübung: Erkläre, welche neue Information für die Entscheidung wichtig ist und wie du deinen nächsten Schritt begründest.
Den Grundsatz anwenden
Ein Kunde sagt, Materialkosten seien gefallen und der Preis müsse sinken. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Andere Kosten sind ebenfalls nachweislich gesunken.
- Passende Entscheidung
- Den gesamten veränderten Rahmen sachlich prüfen.
- Fachliche Einordnung
- Ein Kostenbestandteil ist nur ein Teil des Gesamtpreises und seiner Leistung.
- Zusätzlicher Entscheidungspunkt
- Ein einzelner Kostenfaktor erklärt nicht automatisch die Veränderung des gesamten Angebots.
- Anwendung im Alltag
- Die Senkung von 10 CHF wird durch 6 CHF Mehrkosten teilweise ausgeglichen. Die Nettoänderung beträgt minus 4 CHF.
Praxisübung: Wähle eine vergleichbare Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag. Notiere eine konkrete Handlung und das Ergebnis, das du damit erreichen möchtest.
In deinem Alltag anwenden
Notiere einen Einwand möglichst im ursprünglichen Wortlaut. Ergänze deine erste Interpretation und kennzeichne sie ausdrücklich als Vermutung. Überlege dann, mit welcher neutralen Frage du die tatsächliche Sorge klären kannst. Erst danach formulierst du eine Antwort, die genau diesen Punkt trifft. Wenn du ein Zugeständnis erwägst, prüfe vorher dessen Umfang und Bedingungen. Nicht jedes Zögern verlangt einen Rabatt. Am Ende fragst du, ob die Sorge ausreichend geklärt ist oder noch eine Information fehlt. Eine klare Absage darf dabei stehen bleiben.
Arbeite mit einem anonymisierten Beispiel und schreibe deine Entscheidung auf, bevor du den Wissenstest startest. Begründe sie mit den Angaben aus der Situation. Vergleiche danach deine Überlegung mit der Erklärung im Quiz. Bei einer falschen Antwort lohnt sich die Frage, welche Information du übersehen oder zusätzlich angenommen hast. Wähle zum Schluss eine Handlung, die du im nächsten passenden Gespräch bewusst ausprobierst, und prüfe danach ihre Wirkung.
Jetzt das Gelernte im Quiz prüfen