Wissen für die Praxis · Sales-Grundlagen
Langfristig denken bei Kulanz: die Lerninhalte
Hilfsbereitschaft braucht zugleich nachvollziehbare Grenzen und Zuständigkeiten.
Langfristig denken bei Kulanz
Ein Kunde verlangt Kulanz für einen Fall, den du nicht allein entscheiden darfst.
- Grundsatz
- Hilfsbereitschaft braucht zugleich nachvollziehbare Grenzen und Zuständigkeiten.
- Empfohlene Vorgehensweise
- Den Fall prüfen lassen und den Entscheidungsweg erklären.
- Typischer Fehler
- Diese Alternative passt hier nicht: «Sofort eine verbindliche Kulanz zusagen». Hilfsbereitschaft braucht zugleich nachvollziehbare Grenzen und Zuständigkeiten.
Praxisübung: Begründe die empfohlene Entscheidung mit den Angaben aus der Situation. Welche Information ist für diese Entscheidung ausschlaggebend?
Eine veränderte Situation beurteilen
Ein Kunde verlangt Kulanz für einen Fall, den du nicht allein entscheiden darfst. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Eine Teilkulanz ist freigegeben.
- Den nächsten Schritt anpassen
- Umfang und verbleibende Kosten klar erklären.
- Die Entscheidung begründen
- Diese Antwort wäre hier nicht zutreffend: «Die Teilkulanz wie eine vollständige Erstattung darstellen». Hilfsbereitschaft braucht zugleich nachvollziehbare Grenzen und Zuständigkeiten.
Praxisübung: Erkläre, welche neue Information für die Entscheidung wichtig ist und wie du deinen nächsten Schritt begründest.
Den Grundsatz anwenden
Ein Kunde verlangt Kulanz für einen Fall, den du nicht allein entscheiden darfst. Für diese Aufgabe gilt folgende Variante: Ähnliche Fälle werden unterschiedlich behandelt.
- Passende Entscheidung
- Die tatsächlichen Unterschiede prüfen.
- Fachliche Einordnung
- Hilfsbereitschaft braucht zugleich nachvollziehbare Grenzen und Zuständigkeiten.
- Zusätzlicher Entscheidungspunkt
- Kulanz braucht einen verständlichen Anlass und eine befugte Entscheidung. Ein erhoffter Folgeauftrag ersetzt beides nicht.
- Anwendung im Alltag
- Prüfen und Freigeben sind verschiedene Befugnisse. Die Zusage muss den tatsächlichen Spielraum widerspiegeln.
Praxisübung: Wähle eine vergleichbare Aufgabe aus deinem Arbeitsalltag. Notiere eine konkrete Handlung und das Ergebnis, das du damit erreichen möchtest.
In deinem Alltag anwenden
Prüfe dein Vorgehen an einer realen Zusage: Was weiss dein Gegenüber bereits, was ist bestätigt und was musst du noch abklären? Trenne diese drei Punkte in deinen Notizen. Im Verkauf entsteht Vertrauen, wenn Worte und Handlungen zusammenpassen. Eine klare Grenze kann dabei hilfreicher sein als ein vorschnelles Ja. Halte nach dem Gespräch fest, welche Zusage du bis wann einlösen wirst. Wenn sich die Ausgangslage ändert, informiere die betroffene Person frühzeitig und erkläre, welche Möglichkeiten jetzt bestehen.
Arbeite mit einem anonymisierten Beispiel und schreibe deine Entscheidung auf, bevor du den Wissenstest startest. Begründe sie mit den Angaben aus der Situation. Vergleiche danach deine Überlegung mit der Erklärung im Quiz. Bei einer falschen Antwort lohnt sich die Frage, welche Information du übersehen oder zusätzlich angenommen hast. Wähle zum Schluss eine Handlung, die du im nächsten passenden Gespräch bewusst ausprobierst, und prüfe danach ihre Wirkung.
Jetzt das Gelernte im Quiz prüfen